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"Architektur zu schaffen bedeutet, repraesentative Aspekte der realen Welt – wie Natur, Geschichte, Tradition und Gesellschaft – in einer raeumlichen Struktur auszudruecken, das heißt in einem abstrakten Konzept auf Grundlage einer klaren, transparenten Logik."

 

 

- Tadao Ando, Architekt

 

 

 

Bezueglich der gesellschaftlichen Entwicklung in Japan beklagt Tadao Ando die fehlenden Gemeinschaftssinn, den unkritischen Umgang mit Information, sowie eine fehlende Diskussionskultur zu gesellschaftlichen Themen.

Die japanische Stadt Kitakyshu ist eine postindustrielle Shrinking-City; eine Stadt mit abnehmenden Bevoelkerungsdichte und wachsendem Leerstand. Vor allem junge Leute sehen fuer sich keine Perspektive in Kitakyshu. In der Folge ergreifen diese die Stadtflucht. Zudem steht die Bevoelkerung vor einer ausscherenden demographischen Entwicklung; ganz symptomatisch fuer die japanische Gesellschaft im Allgemeinen.

Dem gegenueber stehen praeventive Strategien der Kitakyshu Future City Initiative;

so heißt es im Manifest:

 

 

 

"It´s a goal to create a dynamic city

that everyone would like to call home 

where people can allow their lights to shine!"

 

 

 

Diese visionaeren Beschreibungen sind laut der Initiative ueber oekologische, oekonomische und soziale Werte zu erreichen. Kitakyshu hat also bereits Vorstellungen mit dem Ueberbegriff der Nachhaltigkeit formuliert an die ich konzeptionell anknuepfen moechte.

Es gilt das Ziel den jungen Leuten einen Platz zu bieten; das Angebot zu machen, Teil einer Gesellschaft zu sein; anderseits werden sich die Negativtrends verstaerken. Studenten, Kuenstler und Querdenker sollen als kritische Philosophen und Innovatoren der Gesellschaft synergetisch partizipieren. Es ist also noetig architektonische Netzwerke zu bieten um Kommunikation zu gewaehrleisten.

 

Der Entwurf Tempel of Collectivity formuliert die Parameter Housing, Sharing und Activating. Dieses dreifaltige Konzept ist ein Common Space; ein kollektiver Inkubator mit dem primaeren Ziel der sozialen Nachhaltigkeit.

Die Werkstatt symbolisiert das innovative und damit die Gegenwart; das reparieren und herstellen. Die Bibliothek symbolisiert die weitergereichte Vergangenheit mit den Funktionen Bildung und Austausch. Der Ausstellungsraum symbolisiert zukuenftige Tendenzen und Kritik.

Das Ensemble umfasst also das kollektive Bewusstsein einer Gesellschaft, in dessen Mitte die Tradition steht – Die Kirschbaeume Bilden ein Dach das der oeffentlichen Versammlung dient und symbolisieren im shintobeeinflussten Kollektivbewusstsein die Entwicklung der Dinge. Wir kennen diesen japanischen Kult als Sakura.

 

Um Dynamik und Transparenz zu schaffen; um fuer Durchlueftung und diffuses Licht zu sorgen, habe ich Tuer- und Fenstersysteme aus Stahl gerahmten Brettern in der Gestalt der Fassade entwickelt. Diese lassen sich weit oeffnen oder mit der Fassade homogen schließen. 

In die Betonwaende koennen Multiplexplatten gehaengt werden, sodass temporaere Raumzonierungen durch den Nutzer gestaltet werden koennen.

Auf den Daechern gilt nach dem Motto Bereitschaft fuer Gemeinschaft die Moeglichkeit des Roof-Gardenings. 

Es gilt entsprechend das Angebot gemeinsam die Stadt zu Aktivieren, zu Teilen und zu Erleben. Prof. Dr. Kruse sagt in diesem Sinne:

 

 

 

"Kollektive Intelligenz

ist die Erloesung

aller sozialen Probleme"