Bild: LePaien_Kunst, Art, Architecture, Architektur, Städtebau, Architekturphotographie

 

Bild: Betonwerk; Tapetenwerk Leipzig West von LePaien_Architecture, Architektur, Städtebau, Entwurf

 

In Zeiten einer fortschreitenden Globalisierung sehen sich Metropolen einem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Behaupten koennen sich vor allem jene Staedte, die als kreativ wahrgenommen werden. Mit der Entwicklung neuer Kreativquartiere versprechen sie sich wesentliche Impulse fuer ihre Zukunftsfaehigkeit.

Staedte stellen die Foerderung der Kultur- und Kreativbranche ins Zentrum ihrer stadtplanerischen Konzepte. Sie gehen heute davon aus, dass lebendige kreative Milieus wesentlich zur Attraktivitaet und zum Erfolg der Stadt beitragen. Dies ist nicht neu. Kuenstler und Kulturschaffende praegten seit jeher nachhaltig urbane Lebensraeume.

Neu aber ist, dass die kreativen Akteure auch als wirtschaftliches Potenzial der Stadtentwicklung entdeckt werden. Dies kommt nicht von ungefaehr. So hat sich die Kultur- und Kreativwirtschaft als eine der wichtigen deutschen Wirtschaftsbranchen etabliert. Die Attraktivitaet einer Stadt wird sich zukuenftig an ihren kreativen Milieus messen lassen. Die Staedte sind aufgefordert, neue Ideen und Strategien fuer Raeume zur Entfaltung kreativer Milieus zu entwickeln. Sie leisten dafuer geeignete Impulse und bieten der Stadtplanung die Chance, neue Strategien und Konzepte zur Entwicklung lebendiger Quartiere zu erproben.

 

 

 

Bild: Betonwerk; Tapetenwerk Leipzig West von LePaien_Architecture, Architektur, Städtebau, Entwurf

 

 

 

Der gruenderzeitlich gepraegte Leipziger Westen ist ein gewachsener Ballungsraum der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dieser ist aufgrund seiner staedtebaulichen, wirtschaftlichen und sozialen Problemkonstellation heute ein wesentlicher Schwerpunkt in der Leipziger Stadterneuerungsstrategie.

In Teilbereichen – insbesondere entlang der praegenden Hauptverkehrsstraßen – konzentrieren sich weiterhin staedtebauliche Missstaende und hohe Leerstaende von Wohn- und Gewerbeflaechen. Besonders problematisch ist die zunehmende Buendelung sozialer Problemlagen im Leipziger Westen. Verstaerkt sich dieser Trend weiter, drohen die positiven Tendenzen in der Entwicklung des Leipziger Westens abzubrechen.

 

Mit dem folgenden Entwurf soll der bereits in der vorangegangenen Foerderperiode begonnene Ansatz, der integrativen Herangehensweise zur Loesung wirtschaftlicher, sozialer und staedtebaulicher Probleme fortentwickelt werden und Leipzigs Image als Stadt der Kreativen nachhaltig geschaerft werden.

 

 

 

Bild: Betonwerk; Tapetenwerk Leipzig West von LePaien_Architecture, Architektur, Städtebau, Entwurf

 

 

 

Es gilt das  staedtische Ideal flaechendeckend die Milieus verschiedener Klientel  zu aktivieren mit der Zielintention einer hoeheren kosmopolitischen Lebensqualitaet; und zudem die staedtebauliche Operation: Schichten - Vernetzten – Durchdringen.

Es gilt eine konzeptionelle Naeherung einer kontextuellen Ordnung zu Schaffen, d.h. Bildung von  Wohn-, Lehr-, Kreativ-, u. Gewerbemilieus. Eine Mittelachse, und vier Durchwegungen dienen dem Vernetzten und Durchdringen der Milieus sowie einer flaechendeckenden Aktivierung, so wie die staedtebauliche Neudefinition durch Gebaeude die konzeptionelle Milieus Klammern und Spannen. 

 

 

 

Bild: Betonwerk; Tapetenwerk Leipzig West von LePaien_Architecture, Architektur, Städtebau, Entwurf

 

 

 

Das Wohnmilieu erhaelt durch einen Neubau einen fassenden Innenhof, sowie neue Stellmaeglichkeiten und Studiowohnungen in den Obergeschossen. Das Lehrmillieu vereint die Schule im Nordwesten mit AnnaLinde e.V. durch den benoetigten Lehrweg. Der AnnaLinde e.V. kann mit der Schule initiativ taetig werden und beherbergt das Bestandsgebaeude an der Luetznerstraße. Zudem wird die für den Ackerbau benoetigte Flaeche zukuenftig gedeckt.

In dem konzeptionellen Ueberschneidungsfeld von Lehr- und Kreativmilieu entstehen eine offene Werkstadt, sowie eine Cafeteria. die als Angebote uebergreifender Kommunikation zu verstehen sind. Das vorhandene Tapetenwerk, das neue Betonwerk und die sanierte Trikotagenfabrik bieten unterschiedlichste Raumangebote fuer die wachsende Kultur-, und Kreativwirtschaft, sowie halboeffentliche Flaechen erfahren Leipziger Sub- und Hochkultur. Die Demmeringstraße erhaelt eine indirekte Aufwertung, sowie einen verkehrstechnischen Ast zum Henriettenpark. Das Gewerbemilieu im Osten erhaelt eine gestalterische, und eine infrastrukturelle Aufwertung durch die Oeffnung zum Innenhof der zukuenftig belebten Trikotagenfabrik.

Im Folgenden sieht man den Entwurf "Betonwerk" mit der Innenansicht "Kuenstlerschlucht“.

 

 

 

Bild: Betonwerk; Tapetenwerk Leipzig West von LePaien_Architecture, Architektur, Städtebau, Entwurf